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Konzeption


Ziele/Kompetenzen
 
Eines unserer wichtigsten Ziele der pädagogischen Arbeit ist die Erziehung des Kindes zur Selbstständigkeit und zum eigenverantwortlichen Handeln, dazu gehören in erster Linie die Loslösung von den Bezugspersonen und das Vertrautwerden mit einer neuen, unbekannten Person. Nur so hat das Kind die Möglichkeit seine Persönlichkeit frei zu entfalten und seine Fähig- und Fertigkeiten zu entwickeln.
 
Ziel unserer Arbeit ist die ganzheitliche Erziehung, das heißt, alle Kompetenzen  wie z. B. Grob- und Feinmotorik, Ausdauer, Sprache, Kreativität, Konzentration, Phantasie und der musische Bereich etc. werden gefördert.
Das Interesse der Kinder soll auf allen, bzw. vielen Gebieten geweckt werden.
 
Da die Kinder aus verschiedenen Lebensverhältnissen kommen und der Entwicklungsstand unterschiedlich ist, ist es unsere Aufgabe uns mit den pädagogischen Angeboten darauf einzustellen und ausgleichend zu wirken.
 
Durch größere  Projekte z. B. Besuch bei der Feuerwehr, Bäcker, Polizei usw. soll das Erfahrungsfeld der Kinder erweitert werden.
 
Das Kind soll sich im geregelten Tagesablauf zurechtfinden und durch eigenständiges Handeln zu mehr Selbstsicherheit gelangen. Grundvoraussetzung für eine positive Entwicklung des Kindes ist, dass es sich in der Einrichtung wohlfühlt und mit Freude am Kindertagesstättengeschehen teilnimmt.
 
Die Erziehungsziele dürfen nicht isoliert gesehen werden, denn sie fließen kontinuierlich in die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder mit ein.
 
Folgende Bereiche sind uns wichtig:
 
Sozialerziehung
Viele Kinder sammeln mit der Aufnahme in die Kindertagesstätte ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit einer größeren Gruppe. Zum ersten Mal müssen sie sich für einen längeren Zeitraum von ihren engsten Bezugspersonen trennen und erleben für sie unbekannte Situationen. Sie erfahren, dass die ErzieherInnen in der Gruppe für alle Kinder Ansprechpartner sind und sich nicht nur einem Kind widmen können.

Es ist wichtig, dass sie Kontakte zu anderen Kindern knüpfen und Vertrauen zu den ErzieherInnen entwickeln. Die Nachahmung spielt in der ersten Zeit eine wichtige Rolle, sei es von den Kindern als auch von den Erwachsenen. Mit dem Eintritt in die Gruppe müssen sie lernen sich an Regeln und Grenzen zu halten, die teilweise bereits bestehen bzw. mit den Kindern gemeinsam erarbeitet werden.
 
Durch gemeinsame Aktivitäten wie z. B. turnen, kochen, Stuhlkreise, Spiele usw. soll das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden, aber auch die gegenseitige Rücksichtnahme wird dabei gefördert. Das Zusammensein mit anderen Kindern erfordert auch gegenseitige Hilfe und Unterstützung, ebenso ist es wichtig, dass die Kinder lernen zu teilen. Für viele Kinder ist es eine neue Erfahrung nicht immer im Mittelpunkt zu stehen und auch mal warten zu müssen bis sie an die Reihe kommen. Es entstehen Freundschaften, die für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung sind.
 
Im Laufe der Zeit sollen die Kinder lernen Konflikte untereinander selbstständig zu lösen, wobei die ErzieherIn bei Bedarf unterstützend eingreift. Ein weiteres Erziehungsziel ist die Fähigkeit Kritik zu äußern und zu akzeptieren. Durch die Übernahme von kleinen Aufgaben lernen die Kinder Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen, ebenso soll Verantwortlichkeit im Umgang mit Spiel- und Bastelmaterial entwickelt werden.
 
Die Kindertagesstättenzeit trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Persönlichkeiten der Kinder entfalten. Die Förderung des sozialen Verhaltens ist eine der wichtigsten Aufgaben, die das Erzieherteam bei der Erziehung der Kinder übernimmt.
  
Religiöse Erziehung
Da wir eine kirchliche Einrichtung sind, ist ein weiteres Ziel die religiöse Erziehung. Zum Rahmenplan passend wird eine Beschäftigung zu religiösen Themen angeboten, bei der die Kinder ihr Wissen miteinbringen können. Jeden 2ten Mittwoch im Monat findet nach Möglichkeit in der ev. Kirche ein Kindergottesdienst mit dem Gemeindepfarrer statt. Dabei werden verschiedene Themen z. B. christliches Miteinander, Taufe, Erntedank,... usw. angesprochen.
 
Durch religiöse Lieder und Geschichten aus der Kinderbibel sollen den Kindern christliche Inhalte vermittelt werden.
 
Nicht nur als Vorbereitung auf die christlichen Feiertage, sondern während des ganzen Kindertagesstättenjahres wird religiöse Früherziehung mit den Kindern durchgeführt. In diesem Rahmen finden von Zeit zu Zeit Familiengottesdienste statt, die mit den Kindern gemeinsam vorbereitet und gestaltet werden.
 
Unser Ziel ist es den Kindern Gott im Alltag der Kindertagesstätte näher zubringen und in die heutige Lebensgestaltung mit einzubeziehen.
 
Ganzheitliche Bewegungserziehung
Durch die mangelnde Möglichkeit an Bewegung, z. B. erhöhter Fernsehkonsum im Elternhaus, muss den Kindern ein Ausgleich geschaffen werden, so dass die Grundbedürfnisse an Bewegung befriedigt werden können.
 
In unserer Einrichtung steht den Kindern ein Bewegungsraum (Mehrzweckraum) zur Verfügung. Dort haben sie täglich die Gelegenheit ihren Bewegungsdrang auszuleben. Den Kindern stehen in diesem Raum verschiedene Materialien zur Auswahl. Sie können mehrere Elemente zum Spielen benutzen, z. B. Großbausteine aus Schaumstoff, Kriechtunnel, Turnmatten, Holztrapeze in verschiedenen Größen, etc. Da immer wieder andere Kinder die Möglichkeit haben zusammenzuspielen, entstehen erneut kreative Spielsituationen, die von den Kindern weiterentwickelt werden.
 
Außerdem haben die Kinder die Möglichkeit Turngeräte wie Sandsäckchen, Kegel, Springseile, Sprossenwand etc. zu nutzen. Die Erzieherin gibt z. B. Anregungen im Umgang mit den Geräten, die Kinder können aber auch eigene Ideen mit einfließen lassen.
Eine weitere Möglichkeit für die Kinder sich frei zu bewegen bietet unser Außengelände. Vor allem bei schönem Wetter nutzen wir den Hof und den Garten zum Spielen im Freien.
 
Durch die vielfältigen Möglichkeiten wird dem Elementarbedürfnis des Kindes an Bewegung entsprochen und trägt so zur harmonischen Gesamtentwicklung bei.
  
Spracherziehung
Die Sprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel der Menschen. Die Kinder lernen über die Sprache, ihre Gefühle, Gedanken, Befindlichkeiten usw. auszudrücken. Sie sollen befähigt werden ihre Meinung zu äußern und Konflikte verbal zu lösen.
 
Im Zusammensein mit jüngeren und älteren Kindern bieten sich viele Sprachanreize und Gelegenheiten miteinander zu kommunizieren. Sie haben die Möglichkeit mit anderen zu sprechen, sich im Stuhlkreis zu äußern, dabei aber auch andere aussprechen zu lassen und zuhören zu können.
 
Während des Tagesablaufes werden die Kinder ständig zum Sprechen aufgefordert und angeregt. Gespräche finden unter den Kindern und Erwachsenen während des Freispiels, dem Essen, des Wickelns usw. statt. Gezielte Sprachförderung erfolgt durch angeleitete Beschäftigungen, Bilderbuchbetrachtungen, sprechen von Gedichten und Reimen u. v. mehr.
 
Wenn Erzieherinnen oder die Sprachförderkraft feststellen, dass Sprachauffälligkeiten vorliegen, werden die Eltern darauf hingewiesen fachliche Hilfe für ihr Kind in Anspruch zu nehmen.
 
Verkehrserziehung
Durch praktisches Üben wie z. B. Spaziergänge, Ausflüge wird den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr näher gebracht. Ebenso durch Gespräche und verschiedene Angebote (Arbeitsblätter, Spiele etc.), soll das Ganze vertieft werden.
 
Durch das Projekt Verkehrserziehung in Zusammenarbeit mit der Polizei wird den Kindern im letzten Kindertagesstättenjahr vor Schuleintritt nochmals intensiv durch praktische Übungen im Straßenverkehr das richtige Verhalten vermittelt.
 
 
Teiloffenes Konzept
Die Kinder werden in unserer Einrichtung in 2 Gruppen betreut, so dass sie ihre Stammgruppe und ihre festen BezugserzieherInnen haben.
 
Aufgrund der räumlichen Situation ist es jedoch möglich, dass die Mädchen und Jungs beider Gruppen nach Absprache mit den ErzieherInnen sich in den geöffneten Räumen im Kellergeschoss frei bewegen und die zur Verfügung stehenden Spielbereiche selbst auswählen können. So finden sich immer wieder kleinere Gruppen zusammen um gemeinsam zu spielen.
 
Die Kinder, die sich im Untergeschoss aufhalten, werden von je 1 GruppenerzieherIn betreut. So haben die Mädchen und Buben die Gelegenheit alle Mitarbeiterinnen kennen zu lernen. Auch in diesen Räumlichkeiten werden für die Kinder verschiedene Beschäftigungen angeboten.
 
Außerdem besteht für sie die Möglichkeit sich gegenseitig in der Nachbargruppe zu besuchen, dieses Angebot wird vor allem von den älteren Kindern gerne wahrgenommen.
 
Ziel unserer Arbeit ist es, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich außerhalb der eigenen Gruppe zu bewegen und dadurch andere Kontakte zu knüpfen und neue Freundschaften zu schließen. Trotz allem ist es wichtig, die Gruppenzugehörigkeit des einzelnen Kindes zu erhalten und somit das „Wir –Gefühl“ zu stärken. So kann die Erzieherin, die Kinder der eigenen Gruppe besser beurteilen Sie kann so die einzelnen Schwächen und Stärken erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen.
 
Qualitätsentwicklung
Das Land Rheinland Pfalz hat gesetzlich festgelegt, dass alle Einrichtungen, die für die Betreuung von Kindern zuständig sind, an einer Qualitätsentwicklung teilnehmen sollen. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau mit Sitz in Darmstadt hat daraufhin ein Verfahren für alle Kindertagesstätten, Krippen etc. in ihrem Einzugsgebiet entwickelt. Qualitätsentwicklung bedeutet, fortlaufend die eigene Arbeit zu überprüfen und weiter zu entwickeln. Dazu werden in den evangelischen Kindertagesstätten rund 25 Aufgabenbereiche unter die Lupe genommen. Seit Anfang 2009 nimmt unsere Einrichtung daran teil. Als erstes standen Schulungen der Leiterin und des gesamten Teams auf der Tagesordnung. Zur Überprüfung der Qualität arbeitete das Kindertagesstättenteam mit einem vorgegebenen Bewertungsbogen und ermittelte Entwicklungspotentiale für die Arbeit. Es wurde ein Schwerpunkt gesetzt und Bereiche ausgewählt, in denen die Qualität dann weiter ausgebaut wurde. Unser erster großer Schwerpunkt lautete Beobachtung und Dokumentation. Während Teambesprechungen und Weiterbildungen befasste sich das Team mit diesem Thema. Das Ergebnis der Gespräche war die Einführung von Bildungs- und Lerngeschichten, Entwicklungsbögen und Portfolioordnern in unserer Einrichtung. Nach einem Infoelternabend, mit den Eltern, wurde im Mai 2010 die Umstellung in die Realität umgesetzt. Ab 2011 beschäftigen wir uns mit dem Thema Raumnutzung und Raumgestaltung. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoß unsere Einrichtung werden jetzt vielseitiger genutzt. Danach befassten wir uns mit der Konzeption, diese wurde erweitert und neue Punkte hinzugefügt. DieserPunkt ist nun weitesgehend umgesetzt.
  
Portfolio – Schatzbuch
In unserer Einrichtung werden die Entwicklungsschritte der einzelnen Kinder in Portfolios dokumentiert. Diese Art der Dokumentation ermöglicht uns festzuhalten wie die Kinder in ihrer Einzigartigkeit ihren Alltag bewältigen und wie sie sich weiterentwickeln. Unsere Aufgabe ist es die kleinen und auch größeren Entwicklungsfortschritte wahrzunehmen um somit die Interessen und Bedürfnisse der einzelnen Kinder besser zuerkennen.
 
Den Eltern wird so ein Einblick in den Alltag ihres Kindes außerhalb ihres Elternhauses gewährt und sie bekommen einen Eindruck von der pädagogischen Arbeit die in der Einrichtung geleistet wird. Für die Kinder der Kindertagesstätte bedeutet dies eine Wertschätzung ihres Tuns, da dieses in Bild und Wort festgehalten wird. Der gemeinsame Blick auf das Kind, auf sein Handeln und Tun ist eine Grundlage für eine gelingende Erziehungspartnerschaft.
 
Die Kinder sind stolz auf ihre Schatzbücher und haben oft das Bedürfnis dieses anzuschauen oder es anderen zu zeigen. Inhalte des Portfolios können Fotodokumentationen, Lerngeschichten, Interviews und Gebasteltes sein. Sie werden in jeder Gruppe so aufgehoben, dass die Kinder jederzeit ihr Schatzbuch holen können.
 
ABC-Kids
Unserer Ansicht nach beginnt die Vorschulerziehung nicht erst im letzten Jahr vor Schuleintritt, sondern mit dem ersten Tag in der Kindertagesstätte. Die Förderung der Phantasie, Kreativität und Selbstständigkeit vom ersten Tag an sehen wir als Grundvoraussetzung zur allgemeinen Schulreife.
 
Trotzdem fassen wir die Kinder im letzten Jahr bevor sie in die Schule kommen zu einer Kleingruppe den ABC-Kids zusammen, die sich 1 mal pro Woche trifft, um gezielte, altersentsprechende Beschäftigungen zu verschiedenen Themen wie Formen, Farben, Zahlen etc. anbieten zu können z. B. Gemeinschaftsarbeiten, besondere Werk-  und Bastelarbeiten, Arbeitsblätter, usw. Durch die wöchentlich stattfindenden Angebote werden die Ausdauer, die Konzentration und das Durchhaltevermögen geübt und gefördert. Dabei ist es besonders wichtig, dass die gestellten Aufgaben von den Kindern
selbstständig ausgeführt werden. Defizite einzelner Kinder können in der Kleingruppe besser erkannt und ausgeglichen werden. Unter den Kindern  entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl durch die gemeinsamen Erlebnisse und die Vorfreude auf die Schule wird dadurch gefördert.
 
Außerdem erstellen die ErzieherInnen mit der Schule einen Koopertionskalender auf dem z. B. verschiedene, gemeinsame Aktivitäten stehen. Dazu gehören die Durchführung eines Projektes, der Besuch der Nachmittagsbetreuung und einiges mehr. Damit der Übergang von der Kindertagesstätte zur Schule erleichtert wird, bieten wir den Kindern im letzten Vierteljahr ein Schulbesuch an, diese haben die Möglichkeit an einer Unterrichtsstunde teilzunehmen.
 
Zusätzlich gehören noch besondere Exkursionen zu den gemeinsamen Aktivitäten der ABC-Kids im letzten Jahr dazu, dies können z. B. sein ein Besuch bei der Wormser Polizei, des Wasserwerks in Guntersblum, der Alsheimer Feuerwehr, ein Theaterbesuch usw.
 
Zusammen mit mehreren Kindertagesstätten und der Grundschule Alsheim haben wir ein Konzept zum Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule erarbeitet.